Die Sterne beim BV Werder

BV Werder Hannover 3:2 FC Stern Misburg

 

Es ist Samstag, schönes Wetter und ganz Fußballdeutschland bereitet sich auf den Champions-League-Abend in München vor, nur in Hannover wird noch Fußball gespielt. 16 Uhr ging es los beim BV Werder.

Der FC Stern ging hierbei doch recht ersatzgeschwächt in die Partie. Konnte man sich Sonntags auf die Unterstützung der A-Jugend verlassen, war man heute auf sich allein gestellt und war sogar auf Unterstützung der 2. Herren angewiesen. Zudem fehlte anfangs arbeitsbedingt auch noch Wunderstürmer Timo Pohl. Selbst Keeper Oliver Bratzke musste sich dem gesellschaftlichem Druck eines Junggesellenabschiedes stellen und konnte dem nicht standhalten, Abwehrstratege Markus Schulz musste wieder ins Tor. Prominent war aber auch das Schiedsrichtergespant gefüllt, Landesligaschiedsrichter nebst erprobten Kreisligaschiedsrichtern und -beobachtern an der Linie, es konnte regelrecht nichts schief gehen.

Also ging es los mit dem Spiel, faktisch ohne Sturm, in dem sich Leute aus der 2ten Reihe beweisen und Ansprüche auf mehr Spielzeit stellen konnten.

Das Spiel blieb auch ausgeglichen bis zur 20ten Minute. Für den FC Stern gab es bisher keine Chancen, der Spielaufbau aus der Abwehr um Dominik "Kaiser" Riebling funktiernierte eigentlich fast fehlerfrei. Ein Einwurf führte dann zum Tor, von der rechten Seite aus in den Strafraum geworfen, konnte Patrick Rinne den Ball fast ohne Gegenwehr ins obere kurze Eck verlagern. Markus Schulz blieb hierbei chancenlos und es Stand 1:0 für den Gastgeber.

Man aggierte aber weiterhin ohne Sturm, aber stetst bemüht. BV Werder musste eigentlich nur noch wie ein Fuchs auf Fehler des Gegners lauern. Ein Abspielfehler im Spielaufbau führte dann auch zum 2:0 für BV Werder, die eine Doppelpassstaffete vorm Misburger 16er durch Norman Blenski abschlossen. Die Werderaner legten dabei Emotionen beim Torjubel an den Tag, als ob die FDP gerade ihre neuesten 2%Hochrechnungen präsentiert bekommen. Mit dem 2:0 und politischer Freude ging es dann auch in die Halbzeit.

Frank Sledz reagierte auf die quasi amputierte Elf der ersten Halbzeit mit der Einwechslung eines Sturmpaares, dass es in Misburg lange nicht mehr gegeben hat.

Altstar Maik Wesche, der gleichzeitig Trainer der 2. Herren ist, und Strafraumgenius Timo Pohl verhalfen dem FC Stern endlich zu Armen und Beinen. Deniz Rufaioglu und Robert Wethkamp, verletzungsbedingt, konnten unter die Dusche.

Mit Elan ging es in die 2te Hälfte, der FC Stern fing an, Fußball zu spielen, während das Spiel des BV Werder so spannend wurde wie ein Kontoauszug. Belohnt wurden die Einwechslungen durch das 1:2 (50.), Maik Wesche flankte dabei mustergültig zwischen Torhüter und Abwehrspieler, mit der Präzision einem Skalpell gleichkommend, während Timo Pohl seinen Fuß bereits mustergültig in der Luft auf den Ball warten ließ. Der BV Werder bekam dann doch langsam Angst und zeigte endlich Emotionen.

Der FC Stern machte danach eine Verwandlung wie sie Kafka sich nicht hätte besser ausdenken können. Man stürmte weiter aufs Tor, die Bälle landeten bei den Stürmern und es kam auch zu Schußchancen. Jun-Jun Asas wähnte einige Schußchancen, doch drosch er den Ball meist mit der zaghaften Wucht eines Güterzügs in Richtung der gegenüberliegenden Häuserzeile. Und beim FC Bayern lernt man ja, wer die Dinger vorne nicht macht, der bekommt sie hinten rein. Eine geklärte Situation konnte nicht ganz bereinigt werden, der Ball wurde von links nach rechts gespielt, der Abwehrspielr überlaufen, der Torwart in die falsche Ecke geschickt und Musa-Anter Pitir markierte das 3:1 für BV Werder. (80. Minute)

Doch noch waren die Feldstudien nicht vorbei, der FC Stern nicht geschlagen. Unser Sturmduo war einfach zu stark. Timo Pohl bekam den Ball in der Mitte und machte da 2 Mann nasser als nass, legte den Ball dann mit Zucker versehen in den Laufweg von Maik Wesche, der sich im Strafraum seiner Routine bewusst wurde und den Ball zum 2:3 Anschlußtreffer ins Netz legte. (86. Minute)

Der Druck auf das Werder-Tor wurde nur noch vom Schlußpfiff des Schiedsrichters unterbrochen. Ein Spiel, dass unterschiedlicher nicht hätte sein können. Leider war dem FC Stern der Punktgewinn nicht vergönnt, Timo Pohl markierte hierbei seinen 34. Saisontreffer, wir bedanken uns bei der Wiehe-Connection und Maik Wesche für die Unterstützung der 2. Herren und fiebern dem letzten Spieltag entgegen. Erinnerungen kommen hierbei an das letzte Saisonspiel 2010/11 hoch, gewann man da doch gegen den selben Gegner mit 4:1 zuhause.

Im Abstiegskampf wird es nochmal spannend, TSV Limmer ließ sich nicht lumpen und fegte TuS Mecklenheide mit 5:4 vom eigenen Platz, gleichzeitig gewann die SG 74 zuhause 5:1 und tauscht damit die Plätze, TuS Mecklenheide ist jetzt auf einem Abstiegsplatz. Die dürfen sich ma nächsten Spieltag für die Pokalfinalniederlage bei den Sportfreunden aus Ricklingen rächen während die SG 74 gegen den Tabellenletzten TSV Limmer nochmal alles slebst in der Hand hat. Spannung ohne Ende ist hier garantiert.

Die 2. Herren spielen beim TSV Bemerode II leider nur 3:3 und verpasst damit leider die Möglichkeit, die Abstiegsplätze zu verlassen. Nun muß man den Strohhalm gegen den designierten Meister der 3. Kreisklasse SV Inter 90 ergreifen und gewinnen, will man nicht absteigen. Viel Glück, Maik Wesche!

Jetzt ist erstmal Pfingstpause, in 2 Wochen geht es weiter.

Natürlich findet Pfingsten das traditionelle Pfingstturnier wieder statt, wir freuen uns über viele Gäste und Fans und natürlich über schönes Wetter!

Derbytag in Misburg

Sonntag, 13.5. in Misburg

FC Stern Misburg SF Anderten  2:2

 

Mit großen Erwartungen fieberten alle Fans der 1.Herren diesem Spiel entgegen, entsprechend gut war bei bestem Fußballwetter der Besuch. Wer wollte konnte am Eingang gleich noch einen Fanschal erwerben, so ausgestattet konnte es dann endlich losgehen.

Das Spiel brauchte allerdings einen sehr langen Anlauf…viel Zweikämpfe im Mittelfeld prägten die Anfangsphase. Selten war ein gezielter Spielaufbau zu sehen, viele Pässe landeten im sehr freien Raum. Der Schiedsrichter hatte reichlich arbeit, keine groben Fouls aber viele Unterbrechungen und Diskussionen. Das hat sicher auch nicht dazu beigetragen, dass das Spiel besser wurde. Es war schon mühsam anzuschauen.

Anderten wurde dann etwas besser, die schnellen Sturmspitzen sorgten für Gefahr vor Misburgs Tor. Wenn aus dem Spiel nichts läuft, muss dann eine Standartsituation herhalten. Nach einer Ecke konnte nicht entschieden geklärt werden und der Ball zappelt im Netz. Zum Glück war dann bald Halbzeit und damit die Möglichkeit für die Trainer die Mannschaften neu einzustellen.

Mit viel Schwung ging es dann bei Misburg weiter, es wurde früher angegriffen, Balleroberungen in Angriffe umgesetzt und man erspielte sich langsam eine Feldüberlegenheit. Wieder einmal war es dann Timo“Messi“Pohl der per Lupfer den Ausgleich schaffte und für Jubel unter den Zuschauern sorgte.

Misburg macht weiter Druck und geht sogar in Führung. Eine Butterflanke landet am 5er und wuchtig vollendet Maurice zur Misburger Führung, das Spiel ist gedreht. Ein Dreier lag in der Luft, doch Anderten wollte noch nicht so leicht aufgeben. Große Chancen ergaben sich dabei nicht, die Abwehr machte einen sicheren Eindruck. Also musste wieder eine Ecke herhalten, eine schöne Variante führte zum Erfolg.

Mit dem Unentschieden waren wohl beide Teams zufrieden, die wenigen Minuten bis zum Ende sahen keine weiteren Chancen mehr. Das Endergebnis ist gerecht, einen Sieger hatte die Partie nicht verdient.

Es bleibt weiter spannend, bis zum letzten Spieltag wird die 1.Herren zittern müssen.

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